Viele Menschen erleben Phasen, in denen sich das Leben innerlich grau anfühlt. Freude verschwindet, Energie fehlt, Gedanken kreisen ständig um Vergangenes. Oft taucht dann die Frage auf:
Habe ich eine Depression – oder bin ich einfach nur erschöpft?
Gerade hier entsteht viel Unsicherheit. Denn depressive Zustände und Burnout werden häufig verwechselt, obwohl sie sich in wichtigen Punkten unterscheiden.
Was ist eine Depression?
Eine Depression ist kein Zeichen von Schwäche und kein persönliches Versagen.
Sie entsteht häufig als Reaktion auf anhaltende emotionale Belastungen, wie zum Beispiel:
- Trennung oder Verlust
- chronischen Stress
- ungelöste innere Konflikte
- Überforderung über längere Zeit
Typische Depressionssymptome sind:
- anhaltende Niedergeschlagenheit oder innere Leere
- Verlust von Freude und Interesse
- starke Erschöpfung, auch ohne körperliche Belastung
- Grübeln, besonders über die Vergangenheit
- Schuldgefühle und Selbstzweifel
- Hoffnungslosigkeit oder Sinnverlust
Viele Betroffene sagen: „Ich funktioniere noch – aber ich lebe nicht mehr richtig.“
Depression oder Burnout – der entscheidende Unterschied
Depression und Burnout können sich ähnlich anfühlen, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Burnout – Erschöpfung durch Dauerstress
- emotionale und körperliche Erschöpfung
- iinnere Distanz zur Arbeit
- das Gefühl, nur noch zu funktionieren
- hohe innere Antreiber und Pflichtgefühle
Depression – wenn das Leben an Farbe verliert
- Freude fehlt nicht nur bei der Arbeit, sondern überall
- Rückzug betrifft Beziehungen, Interessen und Selbstwert
- Urlaub oder Pausen bringen kaum Erleichterung
- Hoffnung und Sinn sind deutlich eingeschränkt
Warum Rückzug bei Depression eine Schutzreaktion ist
- der innere Kritiker immer lauter wird
- Schuldgefühle zunehmen
- das Gefühl entsteht, „nicht mehr richtig zu sein“
Depression verstehen statt bekämpfen
- Welche Belastungen haben sich angestaut?
- Welche Grenzen wurden lange überschritten?
- Welche Verluste oder Enttäuschungen wurden nie verarbeitet?
Was bei depressiven Phasen wirklich hilft
- emotionale Entlastung
- klare Orientierung
- innere Stabilisierung
- ein sicherer, nicht wertender Rahmen
Fazit
Depression ist kein Makel.
Sie ist eine ernstzunehmende innere Reaktion auf zu viel Belastung – und zugleich eine Einladung, genauer hinzuschauen.
Wer beginnt, sich selbst wieder zu verstehen, kann Schritt für Schritt aus der inneren Schwere zurück ins Leben finden.








